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Gyft stellt Blockchain-basierte Geschenkkarten vor

Gyft stellt Blockchain-basierte Geschenkkarten vor

Der Geschenkkarten-Wiederverkäufer Gyft und der Bitcoin-API-Anbieter Chain haben kürzlich eine neue Art von Geschenkkartenplattform angekündigt, die Blockchain-Technologie zur Sicherung und Übertragung von Karten nutzt: Gyft Block.

Diese Ankündigung markiert einen wichtigen Fortschritt für ein Projekt, das Gyft-CEO Vinny Lingham ursprünglich im März vorgestellt hatte. Das Unternehmen, das Geschenkkarten anbietet, zählt seit jeher zu den aktivsten Bitcoin-Akzeptanzstellen und dient Bitcoin-Nutzern als Zugang zu realen Produkten. Dies ist das erste Mal, dass das Unternehmen ein Produkt auf den Markt bringt, das die Technologie hinter Bitcoin nutzt.

Gyft-Block Gyft Block will große Probleme der 100 Milliarden Dollar schweren Geschenkkartenbranche lösen, darunter Betrug und fehlende Standardisierung. Lingham berät die Bitcoin-2.0-Startups Koinify und Trustatom und erklärt, dass Gyft Block durch die Nutzung der Blockchain eine offene Plattform sein wird – die sicherer und kostengünstiger als die bestehende Infrastruktur ist.

„Verbraucher können verschiedene Formen digitaler Werte in einer einzigen Transaktion einlösen: zum Beispiel kann ein Verbraucher eine Tasse Kaffee kaufen, indem er eine Geschenkkarte, einen Marken-Prämienpunkt und einen Coupon kombiniert, da alle auf Blockchain basierenden digitalen Vermögenswerte nach denselben offenen Standards funktionieren.“
— – Vinny Lingham, Gyft-CEO

Blockchain Technologie

Laut Projektleiter Guillaume Lebleu bietet Gyft Block vielfältige und umfassende Vorteile. Lebleu verfasste ein Whitepaper, in dem er das neue Projekt und dessen Einsatzmöglichkeiten zur Ausgabe von Treuepunkten beschreibt, die anschließend auf einem Sekundärmarkt gehandelt werden könnten.

„Letztendlich werden intelligente Wallets in der Lage sein, sich mit Marktplätzen zu verbinden, Arbitragemöglichkeiten zu identifizieren und im Hintergrund komplexe Handelsketten abzuwickeln, die die Kaufkraft des Verbrauchers maximieren, ohne dessen Privatsphäre oder Kontrolle zu beeinträchtigen.“
— – Guillaume Lebleu, Leiter von Gyft Block

Die wichtigsten und praktischsten Vorteile, die Gyft Block bieten soll, sind niedrigere Kosten, mehr Sicherheit entlang der Vertriebskanäle und eine universelle Plattform für alle Geschenkkarten.

Die Grundlage all dessen bildet die Bitcoin-API-Entwicklerplattform. Kette.com und der offenes Asset-PortfolioDiese Plattform wird zur Ausstellung und Übertragung von Geschenkkarten auf der Bitcoin-Blockchain verwendet. Chain.com stellt die zugrundeliegende Technologie für das Projekt bereit und fungiert als einer der Verwalter der privaten Schlüssel.

„Bei diesem neuen Modell kostet eine typische Geschenkkarte über ihre gesamte Lebensdauer nur wenige Cent – ​​um ein Vielfaches günstiger als herkömmliche Geschenkkarten. Diese Kostenersparnis ergibt sich unter anderem daraus, dass Multi-Signatur-Privatschlüssel den digitalen Vermögenswert selbst sichern (im Gegensatz zu Klartextcodes, die leicht gestohlen werden können), wodurch Betrug drastisch reduziert wird.“
— – Adam Ludwin, CEO von Chain.com

„Und da Blockchain-basierte Geschenkkarten mit der Zeit mit anderen digitalen Assets wie Punkten und Coupons kompatibel sein werden, erleben Verbraucher beim Bezahlen etwas Neues: Ihre Wallets erkennen automatisch, welche digitalen Assets sie zum Bezahlen verwenden können, und erstellen dann eine einzige Transaktion mit mehreren Eingaben“, fuhr er fort. „Sie könnten beispielsweise ein Händlerterminal mit Ihrem Smartphone scannen und alle verfügbaren Geschenkkarten, Coupons, Punkte und Guthaben sehen, die der Händler akzeptiert. Wählen Sie einfach die gewünschten aus und bezahlen Sie mit einem einzigen Tippen.“

Regulierungsfragen

Das Whitepaper ging auch auf einige regulatorische Probleme ein, denen die Plattform begegnen könnte. Das größte Problem scheint zu sein, dass Inhaber von Geschenkkarten je nach Rechtsordnung über 2,000 US-Dollar oder 1,000 US-Dollar ausgeben können. Dies könnte die Geschenkkartenanbieter als Geldtransferdienstleister (Money Service Businesses, MSB) qualifizieren und sie zur Einhaltung teurer Anti-Geldwäsche-Vorschriften (Anti-Money Laundering, AML) verpflichten. Standardmäßig hätten diese Karten keinen festen Betrag und könnten, anders als herkömmliche Geschenkkarten, häufig aufgeladen werden, da sie im Prinzip Bitcoin-Wallets sind.

Eine mögliche Lösung hierfür wären Multi-Signatur-Wallets, die es Geschenkkartenunternehmen ermöglichen, den Ausgabenbetrag zu begrenzen:

„Ein praktischer Weg, dies zu erreichen, besteht darin, Karten als Multi-Signatur-fähige offene Asset-Wallets auszugeben, bei denen der Mitunterzeichner entweder der Emittent des Assets oder eine von Emittent und Karteninhaber gleichermaßen vertrauenswürdige dritte Partei, der sogenannte Programmmanager, ist. In der Bitcoin-Community wird dieses Modell manchmal als Drittanbieter-Orakel bezeichnet.“
— – Lebleu

Da die regulatorischen Anforderungen für Geschenkkarten je nach Rechtsordnung, einschließlich verschiedener Länder und US-Bundesstaaten, unterschiedlich sind, hat Gyft Block eine Funktion in die Plattform integriert, die dafür sorgt, dass die Karten je nach geografischem Standort des Empfängers automatisch den Vorschriften entsprechen.

Das Produkt wurde während der gemeinsamen Ankündigung der Startups auf der Money Conf 2016 vorgeführt, es wurden jedoch keine genauen Termine für die Markteinführung genannt.


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