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Strategy kauft 10,645 Bitcoin für 980 Millionen Dollar, während das Unternehmen seine Position im Nasdaq 100 behält.

Strategy kauft 10,645 Bitcoin für 980 Millionen Dollar, während das Unternehmen seine Position im Nasdaq 100 behält.
16 Dec 2025

Strategy, ehemals bekannt als MicroStrategy, kaufte in der Woche vom 8. bis 14. Dezember 2025 10,645 Bitcoin für rund 980.3 Millionen US-Dollar.

Laut einer am 15. Dezember veröffentlichten Meldung an die Aufsichtsbehörden zahlte das Unternehmen einen Durchschnittspreis von 92,098 US-Dollar pro Bitcoin .

Strategy investiert damit die zweite Woche in Folge fast eine Milliarde US-Dollar in Bitcoin. In der Vorwoche erwarb das Unternehmen 10,624 BTC für 962.7 Millionen US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 90,615 US-Dollar pro Coin. Diese beiden aufeinanderfolgenden Käufe stellen die größten Bitcoin-Erwerbe von Strategy seit Juli 2025 dar.

Mit dem jüngsten Kauf hält Strategy nun 671,268 Bitcoins und ist damit der weltweit größte Bitcoin-Inhaber unter den Unternehmen. Insgesamt investierte das Unternehmen 50.33 Milliarden US-Dollar in den Erwerb seiner Bitcoin-Bestände, was einem durchschnittlichen Kaufpreis von 74,972 US-Dollar pro Coin entspricht. Bei aktuellen Marktpreisen von rund 90,000 US-Dollar beläuft sich der Wert der Bestände von Strategy auf über 60 Milliarden US-Dollar.

Finanzierung durch Aktienverkäufe

Strategy finanzierte den Bitcoin-Kauf über ihr Börsengangsprogramm durch den Verkauf eigener Aktien. Im Zeitraum vom 8. bis 14. Dezember erzielte das Unternehmen einen Nettoerlös von 989 Millionen US-Dollar aus verschiedenen Aktienverkäufen.

Der Großteil der Finanzierung stammte aus dem Verkauf von 4,789,664 Stammaktien der MSTR, wodurch 888.2 Millionen US-Dollar erzielt wurden. Weitere Erlöse kamen aus dem Verkauf von Vorzugsaktien, darunter 82.2 Millionen US-Dollar aus 1,029,202 Aktien der STRD (10%ige Vorzugsaktien der Serie A mit unbefristeter Laufzeit). Geringere Beträge stammten aus dem Verkauf von Vorzugsaktien der STRF und STRK, während im Berichtszeitraum keine STRC-Aktien verkauft wurden.

Finanzierung durch Aktienverkäufe

Quelle: @saylor

Strategys Finanzierungsansatz ermöglicht es dem Unternehmen, kontinuierlich Kapital für Bitcoin-Käufe zu beschaffen, ohne zusätzliche Schulden aufzunehmen. Das Unternehmen verfügt im Rahmen seiner aktuellen Aktienemissionsprogramme über verbleibende Kapazitäten in Milliardenhöhe.

Bitcoin-Rendite erreicht 24.9 %

Strategy meldete für das Jahr 2025 eine Bitcoin-Rendite von 24.9 % seit Jahresbeginn. Diese Kennzahl misst, wie stark die Bitcoin-Bestände des Unternehmens pro Aktie im Vergleich zu den ausstehenden Aktien gewachsen sind, unabhängig von den Schwankungen des Bitcoin-Preises in Dollar.

Die Bitcoin-Rendite belegt die Fähigkeit von Strategy, ihre Bitcoin-Bestände schneller zu erhöhen, als sie die Anteile der Aktionäre durch Aktienverkäufe verwässert. Der Vorstandsvorsitzende Michael Saylor hat diese Kennzahl zum Kern der Unternehmensstrategie gemacht und betrachtet sie als wichtigen Leistungsindikator für Bitcoin-Treasury-Unternehmen.

Anfang Dezember richtete Strategy eine USD-Reserve in Höhe von 1.44 Milliarden US-Dollar ein, um Dividendenzahlungen auf Vorzugsaktien und Zinsen auf ausstehende Schulden zu decken. CEO Phong Le erklärte, die Reserve decke derzeit 21 Monate ab, mit dem Ziel, sie langfristig auf 24 Monate oder mehr zu erweitern.

Nasdaq-100-Status gesichert

Strategy behielt seinen Platz im Nasdaq 100 Index nach der am 12. Dezember 2025 angekündigten jährlichen Neuzusammensetzung. Die Änderungen treten am 22. Dezember in Kraft, wobei sechs Unternehmen aus dem technologieorientierten Benchmark entfernt und sechs neue aufgenommen werden.

Zu den aus dem Index entfernten Unternehmen gehören Biogen, CDW Corporation, GlobalFoundries, Lululemon Athletica, On Semiconductor und Trade Desk. Neu aufgenommen wurden Alnylam Pharmaceuticals, Ferrovial, Insmed, Monolithic Power Systems, Seagate Technology und Western Digital.

Der Verbleib im Nasdaq 100 verhindert eine potenzielle Krise für Strategy. Analysten hatten gewarnt, dass ein Ausschluss zu Abflüssen von rund 1.6 Milliarden US-Dollar aus passiven Fonds führen könnte, da Indexfonds gezwungen wären, ihre Anteile zu verkaufen. Das Unternehmen wurde im Dezember 2024 im Technologiesektor des Nasdaq 100 aufgenommen.

MSCI-Indexentscheidung steht bevor

Während Strategy seinen Platz im Nasdaq 100 sichern konnte, wartet im Januar 2026 eine weitere bedeutende Herausforderung. Der globale Indexanbieter MSCI berät darüber, ob Unternehmen, deren Vermögen zu mehr als 50 % aus digitalen Währungen besteht, aus seinen Global Investable Market Indexes ausgeschlossen werden sollen.

Die Konsultationsphase läuft bis zum 31. Dezember 2025, eine endgültige Entscheidung wird bis zum 15. Januar 2026 erwartet. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, würden sie im Rahmen der Indexüberprüfung im Februar 2026 in Kraft treten.

Analysten von JPMorgan schätzen, dass ein Ausschluss von MSCI allein bei Strategy zu passiven Kapitalabflüssen von bis zu 2.8 Milliarden US-Dollar führen könnte. Sollten andere große Indexanbieter ähnliche Maßnahmen ergreifen, könnten die Gesamtabflüsse 8.8 Milliarden US-Dollar erreichen. Rund 9 Milliarden US-Dollar der aktuellen Marktkapitalisierung von Strategy werden von passiven Indexfonds gehalten.

Strategy hat sich formell gegen den Vorschlag von MSCI ausgesprochen. In einem Schreiben an MSCI argumentierten der Vorstandsvorsitzende Michael Saylor und CEO Phong Le, dass Unternehmen, die digitale Vermögenswerte verwalten, operative Unternehmen und keine Investmentfonds seien. Sie bezeichneten die vorgeschlagene 50%-Schwelle als „willkürlich und diskriminierend“ und wiesen darauf hin, dass andere Branchen mit konzentrierten Beteiligungen, wie beispielsweise Ölkonzerne und Immobilien-Investmentfonds, keinen vergleichbaren Beschränkungen unterliegen.

Das Unternehmen betonte, dass es seine Bitcoin-Bestände aktiv nutzt, um durch digitale Kreditinstrumente und Analysesoftware für Unternehmen Renditen für seine Aktionäre zu erwirtschaften. Die Strategie sieht vor, dass Indexstandards „neutral, konsistent und die globale Marktentwicklung widerspiegelnd“ bleiben sollten.

Marktentwicklung und Ausblick

Trotz Strategys aggressiver Bitcoin-Akkumulation stand die Aktie des Unternehmens 2025 vor Herausforderungen. Die MSTR-Aktien sind seit Jahresbeginn um über 40 % gefallen, obwohl der Bitcoin-Kurs im gleichen Zeitraum relativ stabil blieb. Am 13. Dezember schloss die Aktie bei 176 US-Dollar und lag damit deutlich unter ihrem Höchststand von fast 474 US-Dollar im November 2024.

Die Diskrepanz zwischen der Kursentwicklung von Bitcoin und dem Aktienkurs von Strategy spiegelt die wachsende Besorgnis der Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells des Unternehmens wider. Die Prämie, die Anleger einst für Strategy-Aktien über dem Wert ihrer Bitcoin-Bestände zahlten, ist weitgehend verschwunden. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt nun nur noch geringfügig über dem tatsächlichen Wert seiner Kryptowährungsreserven.

Der Bitcoin-Kurs ist seit seinem Allzeithoch von 126,210 US-Dollar im Oktober 2025 um fast 30 % gefallen. Die Kryptowährung wird derzeit bei rund 89,500 US-Dollar gehandelt, was einem leichten Rückgang von etwa 4 % seit Jahresbeginn entspricht.

Die Bitcoin-Käufe von Strategy im Jahr 2025 haben bereits 22.46 Milliarden US-Dollar überschritten und damit den Rekordwert des Unternehmens von 21.97 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2024 übertroffen. Allerdings wurden im Jahr 2025 aufgrund höherer Durchschnittspreise 225,228 Bitcoins erworben, verglichen mit 257,250 BTC im Jahr 2024.

Fazit

Strategy verfolgt seine Bitcoin-Treasury-Strategie trotz Marktvolatilität und regulatorischer Unsicherheit weiterhin konsequent. Die Verbleibquote im Nasdaq 100 sorgt kurzfristig für Stabilität, doch die MSCI-Entscheidung vom Januar könnte den Zugang zu passiven Kapitalflüssen erheblich beeinträchtigen. Mit über 670,000 Bitcoins und stetig wachsendem Bestand bleibt Strategy der Unternehmen, das Bitcoin am aggressivsten als Treasury-Asset einsetzt – eine Position, die Anfang 2026 ihre größte Bewährungsprobe bestehen wird.


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